Kirche in Münchehofe: Ein genaues Gründungsdatum der Kirche von Münchehofe ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass Mönche des Zisterzienserordens aus den vorgefundenen Feldsteinen eine kleine Kirche auf einem erhöhten Standort errichteten.

Münchehofe KircheIm Jahre 1707 erwarb Oberst Heinrich Wilhelm von Görtz Münchehofe und ließ die Kirche, dem Bedarf der großen Gemeinde entsprechend, erweitern und umbauen. Er veranlasste einen Ziegelanbau (Amtschor) und den Bau eines Turmes in westlicher Richtung. Hierdurch erhielt die Kirche einen kreuzförmigen Grundriss. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. fiel der Turm ein und musste abgetragen werden.

Im Jahre 1850 übernahm König Friedrich Wilhelm IV. das Patronat über die Kirchen in der Herrschaft Königs Wusterhausen. Von ihm wurden Maßnahmen und Mittel für einem Umbau und der generellen Renovierung der Münchehofer Kirche genehmigt. Der König selbst zeichnete den Dachreiter für die Glocke als Kennzeichen der Zisterzienser­gründung. Die große und erst 1926 neubeschaffte Glocke musste nach Kriegsbeginn an die Rüstungsindustrie abgegeben werden.

1966 wurde mit einer generellen Neugestaltung des Kircheninneren begonnen. Aus Feldsteinen mauerten freiwillige Helfer einen neuen Altar, einen Taufstein und eine Kanzel, die mit Eichenabdeckungen versehen wurden. Das Gestühl wurde repariert, die Kirchentüren durch neue ersetzt. Heute ist die Kirche das Wahrzeichen von Münchehofe, weithin sichtbar und Bestandteil des Gemeindewappens.

Epitaph Nickel von LangenEpitaphen in Münchehofe: Epitaphen (Grabinschriften bzw. Totengedenktafeln) werden seit dem 14. Jh. häufig nicht am Grab selbst, sondern an Wänden oder Säulen einer Kirche angebracht. Im Barock wurden Epitaphen durch allegorische Darstellungen Mode, so auch in Münchehofe.

Den jetzigen Platz erhielten sie wahrscheinlich in den Jahren 1850-1852 bei Baumaßnahmen an der Kirche. Die Inschriften, soweit sie noch zu lesen sind, liegen als Übersetzung beim Ortschronisten (Ralf Irmscher) vor. Der älteste Epitaph stammt aus dem Jahre 1599 und stellt Nickel von Langen (Foto) dar.



Dehmel-Denkmal in Hermsdorf Dehmel-Denkmal: Richard Dehmel wird als Sohn eines Försters, am 18.11.1863 in Hermsdorf geboren. Dehmel gilt in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker. Berühmte Komponisten wie Richard Strauss, Max Reger, Arnold Schönberg, Heinrich Kaspar Schmid und Kurt Weill vertonen seine Gedichte oder werden durch diese zu Kompositionen inspiriert. 1912 regt Dehmel die Kleist-Stiftung dazu an, den Kleistpreis nicht nach Mehrheits­beschluss zu vergeben, sondern durch Entscheidung eines Vertrauens­mannes, der für jedes Jahr neu bestimmt wird. Im selben Jahr bezieht er in Blankenese das nach seinen Vorgaben gebaute Dehmel-Haus. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 meldet sich Dehmel freiwillig und dient bis 1916. Er stirbt am 8. Februar 1920 an einer im Krieg zugezogenen Venenentzündung.

Blutstein (Grafik) Blutstein: Der Blutstein befindet sich etwa fünf Kilometer nördlich von Münchehofe auf einer Anhöhe. Die Sage erzählt von einem alten germanischen Opferstein, auf dem angeblich Menschen geopfert wurden. Der große Findling wird von einer künstlichen Rinne durchzogen, der sogenannten Blutrinne. Der Wahrheit näher kommt wohl eher die Vermutung, dass Bauern versuchten, diesen Stein zu teilen, um so kostengünstiges Baumaterial zu erhalten. Einen Spaziergang ist er allemal wert.


Hermsdorf-Mühle: Hier stand – drei Kilometer von Hermsdorf entfernt – am Dahme-Kanal einmal eine Wassermühle, von der leider nur noch die Ruine vorhanden ist.

Landschulheim Hermsdorf-Mühle Hermsdorf-Mühle ist heute sehenswert durch die Schleuse und die wunderschöne Wasserlandschaft entlang der kanalisierten Dahme. Sehenswert ist ebenfalls das ehemalige Pestalozzi-Landschulheim (Foto), das sich heute in privatem Besitz befindet.